19.10.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Verluste schöngerechnet

Trotz Insolvenz von Toys ’R’ Us wird der Vorstandsvorsitzende fürstlich entlohnt. Dahinter stecken Strategien aggressiver Investmentfonds

Elmar Wigand

Der Vorstandsvorsitzende (CEO) von Toys ’R’ Us David Allen Brandon darf sich für das Jahr 2017 auf Vergütungen und Boni von rund 18 Millionen US-Dollar (15,3 Millionen Euro) freuen – auch nachdem er die US-Spielwarenkette am 19. September 2017 in die Pleite geführt hat. Das geht aus öffentlich einsehbaren Verträgen hervor. Das Toys-’R’-Us-Management äußerte sich auf Nachfrage nicht.

Damit liegt Brandon weit über dem, was deutsche »Topmanager« einstreichen und hierzulande regelmäßig für Empörung sorgt. Nur der Chef des Axel-Springer-Konzerns Mathias Döpfner bekam mit umgerechnet 22 Millionen US-Dollar mehr Geld – über die korrekte Berechnung seiner Bezüge streiten sich die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und die TU München allerdings.

Toys ’R’ Us beschwichtigt die Beschäftigten in Deutschland. Man sei nicht Teil des US-Mutterunternehmens, das steuerlich in der Finanzoase Delaware veranschlagt ist und operativ von Wayne im Staat New York gel...

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