19.10.2017 / Inland / Seite 8

»Nicht Schreibfehler, Informationen sind relevant«

Die Zeitschrift Stimme will Migrantinnen und geflüchteten Frauen ein neues Forum bieten. Ein Gespräch mit Dora Sandrine Ndedi

Carmela Negrete

Sie wollen mit der Zeitschrift Stimme ein Angebot von geflüchteten Frauen für geflüchtete Frauen machen, da Ihnen der öffentliche Umgang mit Migranten nicht gefallen hat. Wie werden sie denn dargestellt?

Geflüchtete, insbesondere die Frauen unter ihnen, haben viel Potential, viele Talente. Sie einzubringen ist ihnen nicht möglich, weil sie in diesem System unterdrückt werden. Als ich aus Kamerun herkam, wollte ich meinen Beruf ausüben, meinetwegen auch noch mal eine Ausbildung machen, um arbeiten zu dürfen. Beim Jobcenter sagte man mir, dass sie mir nur eine Ausbildung zur Altenpflegerin anbieten könnten. Dabei bin ich gelernte Programmiererin. Aber das galt nicht. Und diese Erfahrung machen die meisten Geflüchteten. Wir wollen den Frauen Mut machen und ihnen Kraft geben. Deshalb sollen in unserer Zeitschrift die Frauen selber schreiben, anstatt, dass über sie berichtet wird. Dabei ist egal, ob sie Fehler machen. Nur so können sie etwas lernen.

Aber in Ih...

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