19.10.2017 / Inland / Seite 4

Ein Dokument, zwei Deutungen

Rosa-Luxemburg- und Friedrich-Ebert-Stiftung befassen sich mit SED-SPD-Dialogpapier

Johannes Supe

Mehr als 50 Zuschauer nahmen am Dienstag abend in Berlin an einer gemeinsamen Veranstaltung der SPD-nahen Friedrich-Ebert- und der der Linkspartei nahestehenden Rosa-Luxemburg-Stiftung teil. Das Thema: Die Einschätzung des am 3. Augusts 1987 veröffentlichten Papiers »Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit«, das von SPD und SED ausgearbeitet worden war. Trotz diverser Spitzen gegen den sozialistischen Staat hielt Hauptredner Martin Sabrow, Professor für Neueste Geschichte an der Berliner Humboldt-Uni und Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam, einen bemerkenswerten Vortrag. In diesem kam er zu einer deutlich anderen Einschätzung des Papiers als der Zeitzeuge Egon Krenz.

Das Papier, so Sabrow, habe dazu beigetragen, den Führungsanspruch der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zu untergraben. Indem in ihm auch dem Kapitalismus das Existenzrecht zugesprochen wurde, sei die Partei von ihrer bisherigen Losung ...

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