18.10.2017 / Ausland / Seite 6

Marsch gegen Kurdistan

Irak: Nach Rückzug der Peschmerga übernehmen irakische Armee und schiitische Milizen Kontrolle über Erdölstadt Kirkuk

Nick Brauns

Nach der handstreichartigen Einnahme der Erdölmetropole Kirkuk sind die irakische Armee und die vom Iran unterstützte mehrheitlich schiitische Milizenkoalition Haschd Al-Schaabi (Volksmobilisierung) am Dienstag in weitere kurdische Siedlungsgebiete im Nordirak eingerückt. Die kurdischen Peschmerga zogen sich weitgehend kampflos aus den mindestens seit 2014 unter ihrer Kontrolle stehenden, aber außerhalb der kurdischen Autonomieregion im Irak gelegenen »umstrittenen Gebieten« zurück.

Nach dem kurdischen Unabhängigkeitsreferendum vom 25. September hatte der irakische Ministerpräsident Haider Al-Abadi angeordnet, dass die irakischen Streitkräfte die Gebiete wieder unter ihre Kontrolle bringen sollten, die sie vor drei Jahren beim Vormarsch der Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« kampflos geräumt hatten. So wurden die Städte Machmur, Jalawla und Khanakin sowie Baschika am Dienstag von den schiitischen Milizen eingenommen, nachdem sich die Peschmerga der De...

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