17.10.2017 / Ansichten / Seite 8

Rechte Hegemonie

Österreich hat gewählt

Simon Loidl

Vor einem Jahr befand sich Österreich im Dauerwahlkampf um das Bundespräsidentenamt. Nach mehreren Anläufen in Form von Stichwahl und Wiederholung derselben aufgrund von Unregelmäßigkeiten siegte letztlich der ehemalige Grünen-Chef Alexander Van der Bellen gegen Norbert Hofer vom deutschnationalen Flügel der rechten FPÖ. Damals sprachen viele erleichtert von einem Trendwechsel in Österreich nach europaweit vielen Erfolgen rechter Parteien.

Besonnenere Beobachter wiesen jedoch darauf hin, dass das Ergebnis als nur knappe Niederlage eines rechtsbürgerlichen Blocks interpretiert werden müsse. Immerhin hatten fast 50 Prozent – darunter viele Wähler der konservativen ÖVP – für den FPÖ-Kandidaten gestimmt. Genau in diesem Punkt hat Sebastian Kurz seine Chance gesehen und nach der putschartigen Übernahme der ÖVP im Frühjahr auf Neuwahlen gesetzt. In die Auseinandersetzung ging er mit einem Programm, das auf eben jene Hälfte zugeschnitten war, ...

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