17.10.2017 / Inland / Seite 2

»Regierung will Fäden in Händen behalten«

Contergan-Betroffene blieben Stiftungsrat fern – und demonstrierten statt dessen vor dem Ministerium. Ein Gespräch mit Christian Stürmer

Anselm Lenz

Etwa 100 Contergan-Geschädigte, Angehörige und Solidarische demonstrierten am Montag vor dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, während im Inneren des Gebäudes der Stiftungsrat der Contergan-Stiftung tagen sollte. Was war Anlass Ihrer Kundgebung »Eklat in Conterganstiftung – Kampf um Mitwirkungsrechte«?

Es ist so, dass uns, den zwei Betroffenenvertretern im Stiftungsrat, drei Ministerialvertreter gegenübersitzen. Wir sind dort systematisch unterlegen. Beschlüsse werden im Vorfeld gefasst und in den Sitzungen dann nur noch mit der ministeriellen Mehrheit durchgewinkt. Das muss endlich aufhören! Und wie man hört, scheint der Stiftungsrat nun ganz ohne unsere Anwesenheit entscheiden zu wollen. Es scheint ihnen gar nichts auszumachen, dass die Betroffenenvertreter im Rat, Andreas Meyer und ich, während des Sitzungstermins draußen stehen.

Was ist Ihre Forderung, wie der Stiftungsrat besetzt werden sollte?

Wir wollen zumindest eine Chan...

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