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11.10.2017 / Inland / Seite 8

»Plötzliche Einhelligkeit in der Berichterstattung«

Polarisiert und radikalisiert? – Studienautor fordert kritische Öffentlichkeit. Ein Gespräch mit Oliver Decker

Anselm Lenz

Für Ihre Studie haben Sie das Vertrauen in die Medien in der Bundesrepublik Deutschland gemessen. Was haben Sie herausgefunden?

Nicht das, was man erwarten könnte, wenn man sich die lautstarken Demonstrationen von Pegida und ähnlichen Gruppierungen anschaut. Es gibt den großen Medien gegenüber Vertrauen, zumindest auf Meldungsebene. Wir sehen aber auch, dass es zu einer Polarisierung kommt: Während ein Großteil der Menschen davon ausgeht, dass es sich im Großen und Ganzen um glaubwürdige Berichterstattung handele, haben wir eine Gruppe von Menschen, die sehr misstrauisch ist. Diese Gruppe entspricht dem rechtsautoritären Milieu, wenn wir in rechtsautoritäre und demokratische Milieus unterscheiden. Das sind die 20 Prozent der Menschen, die den Medien zutiefst misstrauen.

Was sind die glaubwürdigen Medien aus Sicht der Befragten?

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, ÖRR, und Tageszeitungen haben insgesamt den größten Glaubwürdigkeitskredit bekommen. Wir können ...

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