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13.10.2017 / Inland / Seite 4

Als »Gefährder« gebrandmarkt

Wie Mohamed Hajib um seine Rehabilitierung kämpft

Claudia Wangerin

Bei der Passkontrolle am Düsseldorfer Flughafen wird Mohamed Hajib regelmäßig herausgewinkt – die Polizeibeamten wollen wissen, ob er Deutschland hasst. Er antworte dann: »Deutschland ist ein Rechtstaat, wenn mir hier jemand Unrecht zufügt, wende ich mich an das Gericht«, sagte der 36jährige Deutsch-Marokkaner am Donnerstag bei einer Informationsveranstaltung in den Räumen der Berliner Humboldt-Universität. Mit seinem Anwalt Hans-Eberhardt Schultz kämpft er um seine Rehabilitierung – und eine Entschädigung für sieben Jahre Haft in Marokko, wo er zeitweise schwerer Folter ausgesetzt war. Dorthin gereist war der Vater von drei kleinen Kindern gegen seinen Wunsch: Beamte des hessischen Landeskriminalamts hatten ihn bei einer »Gefährderansprache« im Februar 2010 am Flughafen Frankfurt am Main dazu gedrängt, nachdem er – aus Pakistan kommend – zunächst Verwandte in den Niederlanden hatte besuchen wollen.

Die Mitverantwortung deutscher Behörden ergibt sich a...

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