16.10.2017 / Inland / Seite 5

Unzureichende Hilfe

Jobcenter zieht bei Air Berlin ein, Lufthansa ignoriert Mitbestimmungsrechte. Airline mit ehemals staatlicher Beteiligung wurde dem Markt überlassen

Claudia Wrobel

Wenn die Arbeitsagentur Quartier in einer insolventen Firma bezieht, ist das sicherlich als Service gemeint. Aber für die Beschäftigten wirkt dieser Schritt auch extrem ernüchternd: Das war es jetzt also; Geld gibt es bald vom »Amt«. Ab dem heutigen Montag können sich die etwa 8.000 Angestellten der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin dort arbeitssuchend melden, wo sie momentan noch beschäftigt sind. Nach Angaben der Deutschen Presseagentur habe die Personalchefin Martina Niemann intern mitgeteilt, dass die Bundesagentur für Arbeit ein Büro in der Zentrale der Airline eröffnet. Außerdem sei für Donnerstag eine Jobmesse bei der Fluggesellschaft geplant in Zusammenarbeit mit dem Berliner Senat. Dort sollen sich unter anderem die Bürgerämter, Polizei und Feuerwehr sowie das Landesflüchtlingsamt als potentielle neue Dienstherren präsentieren.

Soviel Einsatz staatlicher Institutionen und der Politik würden sich die Beschäftigten von Air Berlin sicherlich e...

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