Gegründet 1947 Donnerstag, 23. Januar 2020, Nr. 19
Die junge Welt wird von 2218 GenossInnen herausgegeben
16.10.2017 / Inland / Seite 5

Unzureichende Hilfe

Jobcenter zieht bei Air Berlin ein, Lufthansa ignoriert Mitbestimmungsrechte. Airline mit ehemals staatlicher Beteiligung wurde dem Markt überlassen

Claudia Wrobel

Wenn die Arbeitsagentur Quartier in einer insolventen Firma bezieht, ist das sicherlich als Service gemeint. Aber für die Beschäftigten wirkt dieser Schritt auch extrem ernüchternd: Das war es jetzt also; Geld gibt es bald vom »Amt«. Ab dem heutigen Montag können sich die etwa 8.000 Angestellten der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin dort arbeitssuchend melden, wo sie momentan noch beschäftigt sind. Nach Angaben der Deutschen Presseagentur habe die Personalchefin Martina Niemann intern mitgeteilt, dass die Bundesagentur für Arbeit ein Büro in der Zentrale der Airline eröffnet. Außerdem sei für Donnerstag eine Jobmesse bei der Fluggesellschaft geplant in Zusammenarbeit mit dem Berliner Senat. Dort sollen sich unter anderem die Bürgerämter, Polizei und Feuerwehr sowie das Landesflüchtlingsamt als potentielle neue Dienstherren präsentieren.

Soviel Einsatz staatlicher Institutionen und der Politik würden sich die Beschäftigten von Air Berlin sicherlich e...

Artikel-Länge: 4572 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €