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10.10.2017 / Feuilleton / Seite 11

Warnung vor dem Wassertrinken

Eine Ausstellung in Wien beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von literarischer Kreativität und verschiedenen Stimulanzien

Sabine Fuchs

Schon so mancher Dichter hat versucht, seiner Kreativität mit Hilfe von Drogen auf die Sprünge zu helfen. Goethe nahm über Jahre hinweg das Opiumpräparat Laudanum, Schiller experimentierte ebenso wie Charles Baudelaire mit Cannabis und schnüffelte an faulen Äpfeln, die Ethylen ausströmen, und die Liste der schriftstellernden Alkoholiker ist sowieso lang: Ernest Hemingway, Francis Scott Fitzgerald, Jane Bowles, Joseph Roth und so weiter. Schon vor zweitausend Jahren fand der römische Dichter Horaz: »Gedichte, die von Wassertrinkern geschrieben wurden, können nicht lange Gefallen erregen.«

Die Ausstellung »Im Rausch des Schreibens. Von Musil bis Bachmann« im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien versucht, dem Zusammenhang etwas systematischer auf den Grund zu gehen, beschränkt sich dabei aber in erster Linie auf die österreichische Literaturszene des 20. Jahrhunderts. Die zeitlichen Eckpunkte sind mit Adalbert Stifter und Robert Me...

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