07.10.2017 / Titel / Seite 1

Oslo blamiert Atommächte

Friedensnobelpreis 2017 geht an Kampagne für Verbot von Nuklearwaffen. ICAN und IPPNW prangern Bundesregierung und NATO an

André Scheer und Anselm Lenz

Der Friedensnobelpreis 2017 geht an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN). Mit der Bekanntgabe dieser Entscheidung hat das Komitee am Freitag in Oslo in diesem Jahr mal eine seriöse Kandidatin gekürt. Nicht unwichtig für die Arbeit der Aktivisten: Der Preis ist mit acht Millionen Schwedischen Kronen (rund 840.000 Euro) dotiert und bringt in einer Phase angeheizter Konflikte den Kriegsgegnern zusätzliche Ressourcen.

»Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie dem Verbotsvertrag von Atomwaffen beitritt«, formulierte ICAN-Vertreter Sascha Hach am Freitag in Berlin bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz das wichtigste aktuelle Anliegen seiner Organisation. Er nutzte die Gelegenheit auch, um auf die Rede von US-Präsident und Multimilliardär Donald Trump hinzuweisen, der vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen am 19. September mit der Androhung von Atomschlägen gegen Nordkorea und möglicherweise auch den Iran weltw...

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