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02.10.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Anderes Recht gleich falsches Recht?

Die bedenkenswerten Seiten der DDR-Justiz

Matthias Krauß

Im Zuge der Wende 1989/90 gewann der DDR-Bürger viele politische Rechte. Dagegen verschlechterte sich für ihn die Situation im Arbeitsrecht, im Mietrecht, im Familienrecht und überhaupt im Prozessrecht. Das wird nicht dadurch ausgeglichen, dass heute beispielsweise allein in der Stadt Potsdam zirka 650 Anwälte tätig sind und damit 150 mehr als in der gesamten DDR zugelassen waren.

Gelobt werden muss die Verständlichkeit der DDR-Gesetzestexte – auch in den höchsten Rechtsaussagen. Gegenwärtig herrscht in Deutschland ein Recht von Juristen für Juristen und Verständlichkeit wird nicht einmal angestrebt. Damals wurde versucht, den Laien den Zugang zu erleichtern. Ein großartiges Beispiel ist die Ablösung des Bürgerlichen Gesetzbuches durch das DDR-Zivilgesetzbuch. In vielem war das DDR-Recht moderner, was auch darin zum Ausdruck kam, dass die alberne ...

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