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02.10.2017 / Feuilleton / Seite 11

Theater ohne Chef

Die Organisation muss stehen: Zur beendeten Besetzung der Berliner Volksbühne

Thomas Zimmermann

Mit ihrer Räumung am vergangenen Donnerstag ist die Besetzung der Berliner Volksbühne eine Sache der Vergangenheit. Nicht mehr was ist und was getan werden muss kann Gegenstand der Diskussion sein, sondern nurmehr was war und was hätte sein können. Immerhin stellt die jüngste Geschichte des Theaters am Rosa-Luxemburg-Platz für eine solche Auseinandersetzung einen dankbaren Gegenstand dar. Denn einiges ist versäumt worden, leider.

Am 20. Juni 2016 veröffentlichte die Belegschaft einen offenen Brief, in dem sie die Entscheidung des Berliner Senats zurückwies, Chris Dercon als Nachfolger ihres Intendanten Frank Castorf einzusetzen. Sie erhoffte, hohe Wellen zu schlagen, und entfachte doch nur einen Sturm im Wasserglas des Feuilleton. Die auf tatkräftige Unterstützung ihres Publikums gehofft hatten, wurden enttäuscht. Sie hatten unterschätzt, in welchem Maße ihr Unmut einfach als Teil des Politspektakels konsumiert werden würde. Sie setzten auf Öffentlichkeit...

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