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02.10.2017 / Ausland / Seite 7

Reform gegen den Trend

Polen nimmt Erhöhung des Rentenalters zurück. Problem sind vor allem die vielen Sonderversorgungssysteme

Reinhard Lauterbach, Poznan

In Polen hat die konservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) ein weiteres ihrer Wahlversprechen umgesetzt. Seit dem 1. Oktober können – wie bis 2012 – Frauen mit 60 und Männer mit 65 Jahren in Rente gehen. Die liberale Vorgängerregierung der Bürgerplattform (PO) hatte vor fünf Jahren das Rentenalter nach deutschem Vorbild auf 67 Jahre angehoben. Die polnische Sozialversicherung ZUS schätzt die zusätzlichen Kosten, die auf die Rentenkasse zukommen, auf umgerechnet etwa 2,5 Milliarden Euro jährlich.

Nach Darstellung von Sozialministerin Elzbieta Rafalska sind die genauen Folgen der Senkung des Rentenalters noch nicht durchgerechnet. Im staatlichen Radio sagte sie, Skeptiker würden sich genauso blamieren wie jene, die vor der Einführung des Kindergelds von umgerechnet 110 Euro monatlich den Ruin des Staates herbeigeredet hätten. Rafalska betonte zudem, die neue Rechtslage gebe den Beschäftigten lediglich das Recht, früher aufzuhören. Wer sich...

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