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02.10.2017 / Inland / Seite 5

»Herbstwunder« im prekären Sektor

Arbeitsagentur präsentiert schöngerechnete Beschäftigungszahlen. Jobboom im Niedriglohnbereich

Susan Bonath

Der Herbstaufschwung sei da, jubelten viele Medien am Freitag. Grund waren die neuen Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Nur noch 2,45 Millionen Menschen seien ohne Job, »so wenige wie zuletzt 1991«, titelte Die Zeit. Auch BA-Chef Detlef Scheele (SPD) lobte wie schon vor vier Wochen: »Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter sehr positiv.« Im Zuge einer einsetzenden Belebung zum Herbstbeginn habe die Erwerbslosigkeit sogar stärker als üblich abgenommen. So seien im vergangenen Monat rund 96.000 Lohnabhängige weniger auf Jobsuche gewesen als im August und knapp 160.000 weniger als vor einem Jahr. »Viele Unternehmen suchen Arbeitskräfte«, so Scheele. 773.000 offene Stellen meldete seine Behörde. Doch was ist dran an den schönen Zahlen aus dem »Wirtschaftswunderland« Deutschland?

Man muss etwas suchen in der Statistik, um die versteckten Erwerbslosen und -armen zu entdecken. Allein in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften (Familien) sind 6,3 Mil...

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