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02.10.2017 / Inland / Seite 5

Eingleisige Verkehrspolitik

Havarie bei Rastatt ist auf verfehlte Infrastrukturplanung zurückzuführen. Rheintalstrecke wird heute wieder freigegeben

Katrin Küfer

Mit der Wiederinbetriebnahme der Rheintalstrecke zwischen Karlsruhe und Rastatt wird ab dem heutigen Montag ein über sieben Wochen andauernder Notstand im bundesdeutschen Schienenverkehr beendet. Die überraschende Sperrung für durchgehende Personen- und Güterzüge war die Folge einer Havarie in einem südlichen Stadtteil von Rastatt, die am 12. August durch eine Tunnelbohrmaschine ausgelöst worden war. Dabei drangen Wasser und Erdreich in den Stollen ein. Die oberirdischen Gleise senkten sich um mehr als 50 Zentimeter. Weil Sensoren den Vorfall sofort registrierten, standen die Signale für Züge in beiden Richtungen schnell auf Rot. Dadurch wurde ein größeres Unglück verhindert.

Die für die Eisenbahninfrastruktur zuständige Bahntochter DB Netz AG hatte nach dem Unfall entschieden, die rund fünf Meter unter der Oberfläche in Bau befindliche beschädigte Tunnelröhre samt Bohrer komplett mit Beton zu füllen und darüber die Gleise neu zu verlegen.

Der mehrere Kil...

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