02.10.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schmutziges Geschäft

Überfischung, illegale Fangmethoden, Sklaverei: Thailands Regierung will Fischereibranche zu Änderungen zwingen. Mit wenig Erfolg bisher

Thomas Berger

Vor zwei Jahren bekam die thailändische Fischereiindustrie auch von der EU die gelbe Karte gezeigt. Brüssel drohte gar mit Einfuhrverboten. Die stark exportorientierte Branche – mit etwa sieben Milliarden US-Dollar Jahresumsatz – stand da bereits am Pranger. Die Vorwürfe reichten von illegalen Fängen und Überfischung bis zu moderner Sklaverei auf den Fangbooten und -schiffen. Die Regierung des Königreiches reagierte mit neuen Vorschriften und Regulierungen. Seitdem hat sich nicht viel bewegt. Unabhängige Organisationen würdigen zwar, dass sich durch die Maßnahmen seit November 2015 einiges verbessert hat. Dennoch sei deren Wirksamkeit bisher unzureichend. Das beweisen jüngste Untersuchungen. In Thailand eskaliert indes der Konflikt zwischen den Fischern und der Politik.

Fischer proben Aufstand

In 20 Küstenprovinzen gab es am 21. September Protestaktionen. Das Land solle sich nicht um jeden Preis dem »Diktat« der EU beugen. Zur zentralen Demo in Samut Song...

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