30.09.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Blaues Wunder

Sachsen, die Staatspartei CDU und die AfD nach der Bundestagswahl

Volkmar Wölk

Michael Kretschmer (Görlitz) ist Generalsekretär der sächsischen CDU, sitzt seit 2002 im Bundestag, ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender der CDU-Landesgruppe und natürlich direkt gewählt. Wie das bei einer Staatspartei eben so ist. Jetzt nicht mehr. Am Wahlabend hat er sein »blaues Wunder« erlebt – er ist sein Bundestagsmandat los. Verloren hat es Kretschmer an einen politischen Nobody, den 41jährigen Malermeister Tino Chrupalla aus Weißwasser von der AfD.

Bleibt Kretschmer vorläufig noch das Amt als Präsident des Sächsischen Volkshochschulverbandes, in das der Diplomwirtschaftsingenieur im August gewählt wurde. Per Gesetz gehört zu den Aufgaben des von ihm repräsentierten Verbandes auch die »politische Weiterbildung«, die »zu kritischer Beurteilung gesellschaftlicher Zusammenhänge befähigen« und »zur Entwicklung toleranten Verhaltens gegenüber Andersdenkenden beitragen« soll. Viel Wert hat seine Partei in der Vergangenheit in Sachsen...

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