27.09.2017 / Inland / Seite 8

»Wir stellen die Fähigkeit zum Arbeitskampf her«

Studentisch Beschäftigte an Berliner Hochschulen kündigen nach zähen Verhandlungen Tarifvertrag. Gespräch mit Matthias Neis

Claudia Wrobel

Die zuständigen Gremien in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, GEW, und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, Verdi, haben den Tarifvertrag für die studentisch Beschäftigten an Berliner Hochschulen gekündigt. Warum haben Sie sich zu diesem Schritt entschlossen?

Wir sind bereits seit längerer Zeit in Tarifverhandlungen mit den Hochschulen, vertreten durch den Kommunalen Arbeitgeberverband. Seit vier Verhandlungsrunden bewegt sich arbeitgeberseitig so gut wie nichts. Von den vorgelegten Angeboten war eins schlechter als das andere. Nun glauben wir nicht, dass wir auf dem Verhandlungsweg weiterkommen. Also ist der logische Schritt zu sagen, wir müssen Arbeitskampffähigkeit herstellen, und das heißt eben die Kündigung des Tarifvertrags. So sind Streiks ab Januar möglich.

Haben sich die Hochschulen also gar nicht auf Sie zu bewegt?

Die Verhandlungen laufen sehr zäh, denn es gilt das Prinzip des kleinsten gemeinsamen Nenners, weil sehr viel...

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