26.09.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Etablierte abgewatscht

Starke Verluste für Die Linke in Ostdeutschland. Desaströses Abschneiden in Thüringen. Deutliche Zugewinne im Westen retten das Gesamtergebnis

Jana Frielinghaus

Keine Frage: Die enormen Zugewinne der neoliberal-nationalistischen AfD in Ostdeutschland sind auch auf Ängste vor dem Fremden zurückzuführen, die vielfach irrationale Züge annehmen. Und nicht zuletzt trägt die SPD mit ihrer gegen die eigene Wählerschaft gerichteten Politik ein hohes Maß an Verantwortung für den Rechtsruck. Doch auch Die Linke, die in den ostdeutschen Bundesländern Regierungspartei ist bzw. war, hat zweifellos erheblich dazu beigetragen. Denn sie wird als Teil des politischen Establishments wahrgenommen. Glaubwürdig für die eigenen Ziele einzustehen, das trauen ihr dort immer weniger Menschen zu.

Die Verluste, die Die Linke bei der Bundestagswahl am Sonntag in allen ostdeutschen Bundesländern – außer in Berlin – im Vergleich zum Ergebnis von 2013 hinnehmen musste, sprechen für sich. In geradezu dramatischem Ausmaß haben sich die Verhältnisse in Thüringen gewandelt, wo die Partei mit Bodo Ramelow den Ministerpräsidenten stellt. Dort kam si...

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