25.09.2017 / Ausland / Seite 7

Die Macht im Hintergrund

Trotz internationaler Kritik soll im Nordirak über ein unabhängiges Kurdistan abgestimmt werden. Rückendeckung gibt vor allem Russland

Nick Brauns

Fünf Millionen Bewohner der kurdischen Autonomieregion im Nordirak sowie außerhalb davon gelegener kurdischer Siedlungsgebiete sollen am heutigen Montag in einem von der Bagdader Zentralregierung für illegal erklärten Referendum über einen unabhängigen Staat abstimmen. Nicht nur die Regierungen der Nachbarstaaten Türkei und Iran, die mit Autonomiebestrebungen der dort lebenden kurdischen Minderheiten zu kämpfen haben, sondern auch Verbündete des Präsidenten der Autonomen Region Kurdistan, Masud Barsani, wie die USA und die Bundesregierung haben sich öffentlich gegen die Befragung ausgesprochen. Doch Barsani, dessen Amtszeit offiziell bereits vor zwei Jahren abgelaufen war, hofft, durch das Ausspielen der nationalen Karte seine eigene Position im innerkurdischen Machtkampf zu festigen.

Dafür setzte sich Barsani auch über Bedenken seiner Koalitionspartnerin, der Patriotischen Union Kurdistans (PUK), hinweg. Pavel Talabani, ein Sohn des PUK-Vorsitzenden Dsch...

Artikel-Länge: 5110 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe