23.09.2017 / Titel / Seite 1

Wut kocht über

Tausende Stahlarbeiter demonstrieren in Bochum gegen drohenden Arbeitsplatzverlust durch Fusion von Thyssen-Krupp und Tata Steel

Markus Bernhardt

Die Stahlarbeiter im Ruhrgebiet sind sauer. Mehr als 7.000 von ihnen sind am Freitag in Bochum aus Angst um ihre Arbeitsplätze auf die Straße gegangen. Damit wollten sie gegen die geplante Fusion der Stahlsparte von Thyssen-Krupp mit dem in London ansässigen Konkurrenten Tata Steel Europe protestieren. Über 4.000 Arbeitsplätze sind aufgrund der Fusionspläne in Gefahr. Betroffen davon wären beide Unternehmen zu gleichen Teilen. Die Zukunftsängste der Stahlarbeiter sind groß. Das Ruhrgebiet ist bereits in weiten Teilen deindustrialisiert, mittlerweile gilt es als eine der Hauptarmutsregionen in der Bundesrepublik. Die Demonstranten forderten auf Transparenten: »Kein ThyTata« oder »Kein Dieb-Stahl«.

Günter Back, Betriebsratschef von Thyssen-Krupp, rief seinen Kollegen auf der Kundgebung zu: »Nichts ist gut an dem Deal. Und deshalb müssen wir ihn ablehnen.« Die IG Metall, die zu den Protesten aufgerufen hatte, hatte auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ...

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