18.09.2017 / Ausland / Seite 6

Langersehnte Freiheit

Baskische Aktivistin wird nach 16 Monaten aus Schweizer Gefängnis entlassen

Patricia D'Incau, Bern

Es waren ungewohnte Szenen, die sich am Freitag abend vor dem Gefängnis in Zürich abspielten. Es wurde gefeiert, gejubelt und gelacht. »Nekane ist frei!« lautete die Nachricht, die sich sofort im Internet verbreitete. Kurz darauf folgten Bilder, auf denen die Baskin in den ersten Minuten nach ihrer Entlassung zu sehen war, lächelnd und in den Armen ihrer Unterstützer.

Nekane Txapartegi saß 16 Monate in Zürich in Haft. Nach der Festnahme im April vergangenen Jahres drohte ihr die Auslieferung nach Spanien. Denn: Vor zehn Jahren war Txapartegi vom Sondergerichtshof für politische Delikte in Madrid wegen mutmaßlicher Zusammenarbeit mit der baskischen Untergrundorganisation ETA zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht stützte sich dabei auf eine Aussage, die Txapartegi während ihrer Gefangenschaft in Spanien Ende der 90er unterschrieben hatte. Nicht freiwillig, sondern unter Folter, wie die Baskin bis heute sagt. Als Txapartegi 2009 ihr...

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