19.09.2017 / Inland / Seite 4

Jagd auf die Rote Flora

Hamburger CDU will mit Volksabstimmung Räumung des linken Kulturzentrums erzwingen

Kristian Stemmler

Wer es vorher nicht kannte, glaubt spätestens seit dem G-20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg zu wissen, dass das Schanzenviertel ein linkes Quartier ist, in dem schwarzgekleidete Autonome den Ton angeben. Ein groteskes Zerrbild, denn tatsächlich ist das Viertel ein Musterbeispiel für Gentrifizierung, also für die Verdrängung einkommensschwacher Mieter. Hier prägen längst smarte Hipster, schicke Geschäfte und gehobene Gastronomie das Bild. Das autonome Zentrum Rote Flora ist da eher so etwas wie ein »gallisches Dorf«, Reservat eines Teils der linken Szene der Stadt.

Hamburgs bürgerlichen Parteien und der Lokalpresse reicht aber nicht, dass die Linke in der Schanze wie auch anderswo auf dem Rückzug ist. Wie in Berlin, Frankfurt am Main oder München werden die Ausschreitungen während des Gipfels genutzt, um die letzten Freiräume für selbstverwaltetes linkes Leben anzugreifen. Am Wochenende forcierte die Hamburger CDU die Hetzjagd auf die Rote Flora. André Trepo...

Artikel-Länge: 3862 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe