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16.09.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Bulldoggen unterm Teppich

Wer frisst wen in der russischen Finanzoligarchie? Teilprivatisierung des Ölkonzerns Rosneft und staatliche Bankenrettung werfen Fragen auf

Reinhard Lauterbach

Winston Churchill hat einmal die Auseinandersetzungen in der KPdSU unter Stalin mit einem Kampf von Bulldoggen unter dem Teppich verglichen: völlig undurchsichtig, bis eine tot hervorgezogen wird. Die letzten Großtransaktionen auf dem russischen Kapitalmarkt sind auch nicht viel transparenter.

So wurde vor einer Woche bekannt, dass ein Großteil der 19 Prozent an dem halbstaatlichen russischen Ölkonzern Rosneft, der Ende 2016 zu dem Zweck, Haushaltslöcher zu stopfen, privatisiert wurde, inzwischen nach China weitergereicht wurde. Der katarische Vermögensfonds und der schweizerische Rohstoffhändler Glencore, die das Paket seinerzeit für 9,5 Milliarden Euro erworben hatten, verkauften 14,6 Prozent davon für umgerechnet acht Milliarden Euro an die CEFC China Energy weiter. Faktischer Verkäufer waren aber offensichtlich gar nicht sie, sondern eine Firma in Singapur, die ihrerseits Töchtern von Rosneft gehörte und an die Katar und Glencore ihre Anteile offen...

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