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16.09.2017 / Inland / Seite 5

Regierung hält Kinder in Armut

Laut Familienreport leben immer mehr Minderjährige am Existenzminimum. Hälfte der Einelternfamilien betroffen

Susan Bonath

Die CDU feiert einen Export­rekord nach dem anderen in einem Land, »in dem wir gut und gerne leben«. Mit ihr gemeinsam beschwört die SPD Arbeitsplätze und Chancengleichheit für alle. Für einen wachsenden Teil der Gesellschaft dürfte das wie Hohn klingen. Denn mit der Wirtschaft boomen Niedriglohn, prekäre Arbeitsbedingungen – und die Kinderarmut. Davon ist inzwischen ein Fünftel der in Deutschland lebenden unter 18jährigen betroffen. Das sind 2,8 Millionen Kinder.

Das geht aus dem Familienreport 2017 hervor, den Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) am Freitag in Berlin vorstellte. Vorab hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet. Barleys nüchternes Resümee gegenüber dieser: »Die Chancen von Kindern sind in unserem Land immer noch zu ungleich verteilt.« Der Staat erreiche zu viele von ihnen mit seinen Angeboten nicht. Welche Angebote sie meint, sagte sie nicht. Eltern, die mit Hartz IV aufstocken, können zum Beispiel einen geringen Zuschuss ...

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