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15.09.2017 / Ausland / Seite 7

Foltervorwürfe gegen Polizei

Bericht über Misshandlungen von Oppositionellen vorgestellt. Kairo blockiert Internetverbindung

Sofian Philip Naceur, Kairo

Regierungs- und Parlamentsvertreter haben am Wochenende in Kairo empört auf neueste Vorwürfe der US-Organisation Human Rights Watch (HRW) reagiert, ägyptische Polizei- und Geheimdienstmitarbeiter würden Oppositionelle systematisch foltern. Alaa Abed, Vorsitzender des parlamentarischen Menschenrechtskomitees, stritt die Anschuldigungen kategorisch ab. Alle Einrichtungen, denen die Inspektion von Gefängnissen gestattet sei, hätten über keinerlei Folter berichtet, zitiert ihn die staatliche Tageszeitung Al-Ahram. Ägyptens stellvertretende Außenministerin Leila Bahaaeddin nannte den HRW-Bericht »hochgradig politisiert«.

In einer am Dienstag von der Regierung verschickten Stellungnahme zweifelt der Präsident des staatlich kontrollierten nationalen Menschenrechtsrates, Mohammed Fayek, die Glaubwürdigkeit des HRW-Berichtes an. Schon 2015 habe das Gremium festgestellt, die Gefängnisse seien frei von systematischer Folter.

Die Vehemenz, mit der das Regime den Beri...

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