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15.09.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir werden bürgerliche Freiheiten aufgeben müssen«

Die gesellschaftlichen Veränderungen im Blick: Die Republik rückt nach rechts, Kapitalismuskritik dringt nicht in die Mitte der Gesellschaft vor. Gespräch mit Martin Keßler

Gitta Düperthal

Sie werden ab Dienstag mit Ihrem neuen Film »Reise in den Herbst – alles wie gehabt oder Zeitenwende?« der Reihe »neue Wut« durch die Republik touren und mit dem Publikum diskutieren. Worum geht es?

Meine neue Langzeitbeobachtung zeigt, wie sich die Stimmung in diesem Land nach und nach verändert. Ich reise durch eine Republik, die nach rechts rutscht, sich von einem demokratischen Erscheinungsbild immer weiter entfernt, teilweise mit autoritären Inszenierungen aufwartet. Ich beobachte in meinem Film sehr unterschiedliche Akteure. Es beginnt im Januar 2017 in Koblenz, wo führende europäische Rechtspopulisten von Geert Wilders über Frauke Petry und Matteo Salvini den Auftritt der französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen bejubelten. Wie sie triumphal mit martialischer Musik und einem Meer aus Fahnen in die Rhein-Mosel-Halle einzogen, am Tag nach der Vereidigung des neuen amerikanischen Präsidenten, Donald Trump, den sie dort als Helden verehrt...

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