14.09.2017 / Feuilleton / Seite 11

Der Lebenshunger meiner Nachbarn

Die neue Prosa lebe hoch: Die zehnte Ausgabe der Wiener Literaturzeitschrift Idiome im zehnten Jahr

Rafik Will

Die meisten Literaten schreiben Prosa, trotzdem beschäftigt sich die Literaturwissenschaft immer weniger damit. Meist ist ihr »Prosa« der vage übergeordnete Begriff für alles, was nicht Lyrik ist. Aber was das alles sein kann, das möchte anscheinend keiner mehr so genau wissen – außer den klugen Köpfen, die im Wiener Klever-Verlag die Jahreszeitschrift Idiome herausgeben, Untertitel: »Hefte für Neue Prosa«. Sie feiert jetzt zehnjähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass hat sich wieder die alte dreiköpfige Herausgebercrew zusammengetan. Ralph Klever, Florian Neuner und Lisa Spalt haben ein kunstvolles Heft gestaltet, das nicht sich nur auf theoretischer Ebene mit Prosa beschäftigt, sondern auch ganz praktisch – in Verbinung mit Fotos und Zeichnungen.

Los geht es mit durchdachten und elaborierten Fachartikeln. Sebastian Kiefer zum Beispiel problematisiert in seinem Beitrag »Wörtlichkeiten. Propädeutika zur Frage der Rolle literarischer Gattungen heute« die gängig...

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