14.09.2017 / Inland / Seite 5

Endlich Ordnung in die Bude

Befristungen, Leiharbeit, Werkverträge: Zustände in der Berliner BMW-Niederlassung sind unhaltbar. Kollegen wollen, dass alle zur Stammbelegschaft gehören

Johannes Supe

Um deutliche Worte sind die Kollegen der Berliner Niederlassung von BMW nicht verlegen. Mehr als 200 von ihnen stehen an diesem Mittwoch morgen vor dem Haus der Wirtschaft in der Hauptstadt. Drinnen wird über ihren Tarifvertrag verhandelt; draußen tauschen sich die Arbeiter über ihre Situation aus. Es tröpfelt. Von einer kleinen Bühne spricht einer der Beschäftigten zu seinen Kollegen. Was die von Leiharbeit halten, fragt er. »Fürn Arsch«, rufen ihm Dutzende entgegen. Einige Male geht das so, dann tritt der Redner ab. Etwas später schnappt sich der Betriebsratsvorsitzende Oliver Massling das Mikrofon. Die Chefs würden das Verhalten der Arbeiter für niveaulos halten. Dem könne er nicht zustimmen, denn die Unternehmer gingen nicht auf die Anliegen der Beschäftigten ein und pflegten damit selbst einen schlechten Stil, sagt Massling. Dann legt er nach: »Die Personalpolitik der BMW-Niederlassung Berlin ist fürn Arsch!«

Die Beschäftigten der BMW-Niederlassung B...

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