14.09.2017 / Inland / Seite 2

»Mietverhältnisse machen tatsächlich arm«

Studie: Vier von zehn Haushalten verwenden mehr als ein Drittel ihrer finanziellen Mittel für Wohnen. Gespräch mit Andrej Holm

Claudia Wrobel

Mit einer neuen Studie zu Wohnkosten in Deutschland, die Sie gemeinsam mit der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht haben, stellen Sie mit Ihren Kollegen heraus, dass vier von zehn Haushalten mehr als 30 Prozent für Miete ausgeben müssen. Haben Sie mit dieser hohen Quote gerechnet?

Die zentralen Ergebnisse sind wenig überraschend, aber jetzt gut statistisch unterlegt: Wer weniger Geld hat, muss sich mit weniger Wohnfläche begnügen, Eigentümerhaushalte verfügen über mehr Einkommen etc. Im zweiten Schritt haben wir uns aber die Belastungsquoten der Haushalte angesehen, und da fällt schon auf, dass statistisch Arme – also Haushalte, deren Einkünfte bei 60 Prozent des mittleren Einkommens oder darunter liegen – eine höhere Mietkostenbelastung haben als reiche Haushalte. Auch in der Gruppe mit einem geringen Einkommen von 60 bis 80 Prozent des sogenannten Mediangehalts ist das zu beobachten. Sie zahlen zwar etwas geringere Mieten als Besserverdienende, müssen ...

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