14.09.2017 / Feuilleton / Seite 11

Räumlichkeit in der Musik

Monteverdi, Rihm und Sibelius – erste Eindrücke vom Musikfest Berlin

Dietrich Bretz

Der 450. Geburtstag des bedeutenden italienischen Komponisten Claudio Monteverdi ist für das diesjährige Musikfest Berlin eine Verpflichtung. Seine drei erhaltenen Opern »Orfeo«, »Die Heimkehr des Odysseus« und »Die Krönung der Poppea« wurden Anfang des Monats in der Philharmonie aufgeführt.

Zur Entstehungszeit der beiden letzten Opern wirkte der Tonschöpfer bereits fast drei Jahrzehnte als Domkapellmeister von San Marco in Venedig. Nur wenige Kirchen haben in der Musikgeschichte so gravierende Spuren hinterlassen wie Venedigs legendärer Dom. Hier ließen schon im 16. Jahrhundert auf gegenüberliegenden Orgel­emporen positionierte Musikergruppen in einander beflügelndem Wechselspiel Vokal- und Instrumentalstücke erklingen. Diese Mehrchörigkeit inspirierte Komponisten bis ins 20. Jahrhundert hinein, so auch Luigi Nono. Als der badische Komponist Wolfgang Rihm 1995 eine Auftragsarbeit für San Marco schrieb, hatte er kein Werk für chorische Gruppen im Sinn, vi...

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