13.09.2017 / Titel / Seite 1

Im Gericht festgesetzt

NSU-Prozess: Bundesanwaltschaft fordert hohe Haftstrafen – für Zschäpe lebenslang mit Sicherungsverwahrung. Mitangeklagter Eminger in Gewahrsam

Christiane Mudra

Als der Vorsitzende Richter Manfred Götzl am Dienstag im Münchner NSU-Prozess die Sitzung unterbrach, um über den von der Bundesanwaltschaft beantragten Haftbefehl zu beraten, durfte André Eminger den Sitzungssaal nicht einmal zum Rauchen verlassen.

Das Oberlandesgericht München will am heutigen Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung entscheiden, ob der Neonazi kurz vor dem Ende der Hauptverhandlung doch noch in Untersuchungshaft muss. Zunächst wurde Eminger in die JVA Stadelheim gebracht, wo Beate Zschäpe und Ralf Wohlleben seit Prozessbeginn einsitzen. Den Kontakt unter den Angeklagten untersagte Götzl ausdrücklich.

Emingers Verteidiger wies darauf hin, dass der Angeklagte eine bereits gepackte Reisetasche in seinem Hotelzimmer habe, da der mit einer möglichen Verhaftung gerechnet habe. Szeneangehörige auf der Zuschauertribüne, unter ihnen der 2005 verurteilte Rechtsterrorist Karl-Heinz Statzberger und der ehemals Beschuldigte André Kapke aus Jena, ein e...

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