11.09.2017 / Inland / Seite 4

Nach G 20: Mildes Urteil?

Hamburg: Lange Bewährungsstrafe für Flaschenwerfer. Provokation durch Polizei ausgeblendet

Kristian Stemmler

Die Berichterstattung über die beim G-20-Gipfel festgenommenen Aktivisten nimmt skurrile Züge an. Hamburgs Lokalpresse stürzte sich am Wochenende auf die »irre Lovestory des G-20-Chao­ten«, wie Bild Hamburg titelte. Im dritten Prozess gegen einen Teilnehmer der Proteste war der Franzose Simon D. am Freitag vom Amtsgericht Altona zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten verurteilt worden, weil er auf der »Welcome to Hell«-Demo am 6. Juli Flaschen auf Polizisten geworfen hatte (jW berichtete). Strafmildernd wurden das Geständnis des 21jährigen und seine Aussage gewertet, er sei zum Gipfel angereist, um eine junge Frau wiederzufinden.

Vor Gericht hatte der Angeklagte laut Hamburger Abendblatt vom Freitag erklärt, er habe die Frau namens Naomi bei einem Musikfestival in Portugal kennengelernt, aber versäumt, sich ihre Handynummer zu notieren. Er habe nur gewusst, dass sich die Greenpeace-Aktivistin an den Protesten gegen den G-20-Gipfel betei...

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