11.09.2017 / Inland / Seite 4

Stahlknechts Rechtspolitik

Sachsen-Anhalts Innenminister sorgt für weiteren Eklat: Sein Kreisverband nahm ehemaligen NPD-Funktionär in die CDU auf

Susan Bonath

Mit Rechten hat Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) kein Problem. Höchstpersönlich nahm er letztes Jahr den ehemaligen NPD-Funktionär und bis heute bei der AfD angestellten Stefan Träger in seinem CDU-Kreisverband Börde auf, dem er vorsteht. Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete darüber am Wochenende. Öffentlich werden sollte das wohl nie. Nun haben Stahlknecht und seine Parteifreunde ein Problem: Wie wird man einen Neonazi los?

Denn so einfach will Träger sich nicht ausschließen lassen. Er werde sich vor dem Parteischiedsgericht und ordentlichen Gerichten wehren, verkündete der 29jährige am Sonnabend gegenüber der MZ. Stahlknecht gab sich unwissend. »Aus Versehen« habe der Kreisvorstand im September Trägers Aufnahme zugestimmt, erklärte er der Zeitung. Die CDU fühle sich von dem ehemaligen NPD-Mann »arglistig getäuscht«. Träger widersprach: Er habe nichts verschwiegen. Zudem sei er vor gut vier Jahren aus dem neofaschistischen Mil...

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