08.09.2017 / Ausland / Seite 6

Putins nächster Schritt

Russischer Präsident schlägt UNO-Blauhelme für den Donbass vor. Kiew empört, Westen skeptisch

Reinhard Lauterbach

Mit seinem Vorstoß, UN-Blauhelme entlang der Front im Donbass zu stationieren, hat der russische Präsident Wladimir Putin die Diskussion über die Entsendung einer solchen Friedenstruppe neu belebt. Ob der Vorschlag allerdings Wirklichkeit werden kann, ist fraglich. Denn über die Einzelheiten herrscht weiter Uneinigkeit.

Putin hatte am Dienstag beim BRICS-Treffen im chinesischen Xiamen angekündigt, dass Russland auf der bevorstehenden UNO-Generalversammlung einen Antrag auf Entsendung von Blauhelmen ins Donbass stellen werde. Sie sollten zum Schutz der dort seit 2014 tätigen OSZE-Mission entlang der Frontlinie eingesetzt werden.

»Dort und nirgendwo sonst«, wie Putins Sprecher Dmitri Peskow später in Moskau klarstellte. Außerdem solle der Einsatz erst realisiert werden, wenn ihm auch die Führungen der international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk zugestimmt hätten. Weiter soll sich diese noch zu beschließende Blauhelmtruppe nach ru...

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