08.09.2017 / Ausland / Seite 6

Nirgends zu Hause

Nachdem US-Präsident Trump das Schutzprogramm für Migrantenkinder gestoppt hat, sieht für viele die Zukunft düster aus

Gordon Goodman

Blanca Hernandez war zwei Jahre alt, als sie aus der mexikanischen Stadt León in die Vereinigten Staaten kam. Heute macht sie ihren Master in Psychologie und Genderwissenschaften an der Universität von Kalifornien, spielt im Frauen-Rugby-Team und hat zwei Studentenjobs. Die Genehmigung, die sie als Kind illegal eingereister Migranten im Rahmen des DACA-Programms (­Deferred Ac­tion for Childhood Arrivals Program) vor einer Ausweisung schützt, hat Blanca gerade erst erneuern lassen. Seit Dienstag aber ist alles anders: Justizminister Jefferson Sessions verkündete vor der Presse, DACA werde nicht verlängert, das Ministerium würde vorerst keine neuen Anträge bearbeiten, und das Programm müsse nun erneut als Gesetzesentwurf dem Kongress vorgelegt werden. Bis 2019 ist Blancas Antrag noch gültig, im selben Jahr wird sie die Universität abschließen. Nun jedoch fühlt sie sich, als würde sie auf ein Nichts zusteuern.

»Wir sind Menschen voller Barmherzigkeit, und wi...

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