07.09.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Alles bleibt

Verteidigungsausschuss des Bundestags: Zeichen stehen auf Militarisierung, egal ob unter CDU- oder SPD-Minister

Jörg Kronauer

Das war wohl nichts. Die SPD hatte für vergangenen Dienstag eigens eine Sondersitzung des Verteidigungsausschusses beantragt, um kurz vor der Wahl noch einmal alles aufzutischen, was aus der Bundeswehr gen Himmel stinkt: Der Absturz eines Kampfhubschraubers in Mali stand auf der Tagesordnung, der Tod eines Offiziersanwärters nach einem anstrengenden Fußmarsch in Munster, die Hitlergrüße beim Schweinskopfwerfen auf einer Abschiedsfeier für einen Kompaniechef des Kommando Spezialkräfte (KSK), der Skandal um den terrorverdächtigen Oberleutnant Franco Albrecht und anderes mehr. Die Ministerin, unter deren Verantwortung das alles geschehen war, war nun mal von der CDU, da wollte die SPD vor der Wahl nochmal punkten. Nichts habe Ursula von der Leyen bislang aufgeklärt, schimpfte der SPD-Verteidigungspolitiker Rainer Arnold nach der Ausschusssitzung lautstark in Richtung Reportermikrofone: »Sie will die Dinge möglichst über den Wahltag rausschieben.« Die Botsch...

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