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06.09.2017 / Antifa / Seite 15

Geständnis durch Taten

NSU-Prozess: Die Bundesanwaltschaft plädierte für ein überraschend hohes Strafmaß für André Eminger. Der Neonazi ist zur Zeit auf freiem Fuß

Christiane Mudra

Als der Angeklagte André Eminger am Freitag das Münchner Oberlandesgericht verließ, war sein Blick auf den Boden gerichtet, er wirkte geknickt. Am Donnerstag und am Freitag hatte Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten in einer minutiösen Argumentationskette dargelegt, warum die Bundesanwaltschaft für Eminger nicht nur eine Verurteilung wegen der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung, sondern auch wegen Beihilfe zum versuchten Mord und Beihilfe zu besonders schwerem Raub fordert. Damit gehen die Bundesanwälte sogar über die Anklageschrift hinaus und erhöhen den Strafrahmen, sollte das Gericht ihrer Argumentation folgen. Am 12. September wird Bundesanwalt Herbert Diemer zum Abschluss des Plädoyers das Strafmaß für die fünf Angeklagten fordern.

Eminger, der sich nicht in Untersuchungshaft befindet und als einziger der fünf Angeklagten die Aussage vollständig verweigert hatte, dürfte mit einer milden Freiheitsstrafe gerechnet haben. Doch die Oberstaatsa...

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