06.09.2017 / Ausland / Seite 6

Medien im Schatten des Krieges

Mitten im Atomkonflikt mit dem Nachbarn streiken die wichtigsten Medienhäuser Südkoreas

Claudia Haydt

Die sprichwörtliche Stille im Auge des Sturmes herrscht, zumindest oberflächlich betrachtet, derzeit in Südkorea. Nach Jahrzehnten von Spannung, Drohungen und Eskalation reagiert niemand mit Panik auf die aktuell besonders explosive Sicherheitslage. Vielmehr tobt ein dramatischer Machtkampf um den zukünftigen politischen Kurs des Landes. Es geht um die Aufarbeitung der quasidiktatorischen Herrschaft der im März dieses Jahres des Amtes enthobenen Präsidentin Park Geun Hye und ihrer Folgen, wie dem reaktionären Management der führenden korea­nischen Rundfunkanstalten MBC und KBS. Gleichzeitig rutscht Südkorea immer tiefer in eine regionale ökonomische Isolation, während das Militär der Vereinigten Staaten die wesentlichen sicherheitspolitischen Entscheidungen diktiert.

Kaum vorstellbar, dass die Belegschaft zweier führender Sender streikt, während im Nachbarland eine Wasserstoffbombe getestet wird. Doch Kim Jang Kyom, der Präsident des zweitgrößten Fernsehs...

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