02.09.2017 / Inland / Seite 5

Beruhigungspillen gegen Atomunfall

In der Region Aachen wurden gestern die ersten Jodtabletten verteilt

Reimar Paul

In der Region Aachen hat am gestrigen Freitag die vorsorgliche Verteilung von Jodtabletten für den Fall eines Atomunfalls begonnen. Weil sie eine solche Havarie im grenznahen belgischen AKW Tihange befürchten, hatten Stadt und Städteregion Aachen sowie drei angrenzende Kreise beim Land Nordrhein-Westfalen darauf gedrungen, die Bevölkerung schon jetzt mit den Tabletten zu versorgen. Das von Experten als störanfällig eingestufte Atomkraftwerk liegt nur rund 70 Kilometer von Aachen entfernt.

Menschen, die 45 Jahre und jünger sind, Schwangere und Stillende können Bezugsscheine über einen Link im Internet beantragen, berichtete dpa. Damit erhalten sie in beteiligten Apotheken kostenlos hochkonzentrierte Jodtabletten. Dazu gibt es einen Informationsflyer und einen Beipackzettel.

Die Einnahme von Jodtabletten soll die Schilddrüse mit – nicht radioaktivem – Jod sättigen und nach einem Atomunfall so die Aufnahme von radioaktivem Jod verhindern. Dies könnte das Ris...

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