30.08.2017 / Ausland / Seite 7

Mördertruppe des Sultans

Türkischer Geheimdienst untersteht nun direkt Präsident Erdogan. PKK durchkreuzt seine Anschlagspläne

Nick Brauns

Ein Mordkomplott des türkischen Geheimdienstes MIT in der Autonomen Region Kurdistan endete in der vergangenen Woche mit einer Blamage für Ankara. Zwei über den Flughafen Sulaimaniyya (kurdisch: Silemani) eingereiste MIT-Agenten hätten neben anderen Geheimdienstoperationen einen Anschlag auf einen hochrangigen Funktionär der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) geplant, berichtete der irakisch-kurdische Sender NRT News am Wochenende. Doch die PKK beschattete ihrerseits die beiden Agenten, um sie dann im Dukan-Gebiet nordwestlich von Sulaimaniyya gefangenzunehmen. Nun sollen sie sich im PKK-Hautquartier in den Kandil-Bergen befinden. Die türkische Regierung beschuldigte die Patriotische Union Kurdistans (PUK), in deren Herrschaftsbereich sich die Verschleppung ereignete, ihre Agenten nicht ausreichend unterstützt zu haben. Vergangene Woche wurde deswegen der PUK-Repräsentant in Ankara, Behroz Galali, des Landes verwiesen. »Die Türkei sollte sich glücklich schät...

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