30.08.2017 / Ausland / Seite 6

Zweck soll Mittel heiligen

Immer weniger Flüchtlinge aus Afrika erreichen Europa. Für die Gründe des »Erfolgs« will Merkel nicht verantwortlich sein

Knut Mellenthin

Die Festung Europa will ihre Außenposten zur Abwehr von afrikanischen Flüchtlingen und Migranten weiter vorschieben. Darum ging es am Montag bei einem Treffen in Paris, zu dem der französische Präsident Emmanuel Macron geladen hatte. Außer dem Gastgeber nahmen von europäischer Seite die Regierungschefs aus Deutschland, Spanien und Italien sowie die für Außenpolitik Verantwortliche der Europäischen Union, Federica Mogherini, teil. Als Vertreter afrikanischer Länder waren die Präsidenten des Niger und des Tschad und der zwar international anerkannte, aber fast machtlose Führer der von außen eingesetzten libyschen Regierung, Fajes Al-Sarradsch, erschienen. Großbritannien hielt sich im Zeichen des bevorstehenden EU-Austritts vom Pariser Treffen fern und geht ohnehin bereits eigene Wege. Außenminister Boris Johnson hatte in der letzten Woche die libysche Hauptstadt Tripolis besucht und finanzielle Unterstützung in Höhe von einigen Millionen Pfund versprochen. ...

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