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31.08.2017 / Inland / Seite 2

»Obszönität nicht mehr anders zu überbieten«

Partei nimmt bürgerlich-demokratische Repräsentation auf die Schippe. Ein Gespräch mit Martin Sonneborn

Anselm Lenz

Herr Abgeordneter, Sie führen einen machistischen Wahlkampf. Was versprechen Sie sich davon?

Wählerstimmen. Ich glaube, das ist das, was zählt. Das ist die Währung.

Sie haben auf Listenplatz drei eine Frau, die die Sexualisierung Ihrer Partei nach eigenem Bekunden voll mitträgt …

Wer ist das?

Lea Joy Friedel, Ihre Parteikollegin. Sie verteilt hier gerade Aufkleber für Sie.

Wir haben 25.000 Mitglieder, ich kann nicht jeden einzelnen persönlich kennen. Das sind ja Tausende von Wahlkreiskandidaten, ich habe ja sogar Schwierigkeiten, mir Serdar Somuncus Namen zu merken.

Derzeit wird an westlichen Universitäten Wert auf eine postmoderne Geschlechtlichkeit gelegt: Symbole wie Sternchen und Tiefstrich sollen andeuten, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt. Wie steht Ihre Partei dazu?

Die Leute haben vorher auch schon gevögelt, das ist mit uns absolut nicht zu machen. Wir sind ein führerzentrierter Haufen, der überwiegend von Männern gewählt wird. Sternchen kom...

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