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28.08.2017 / Ausland / Seite 7

Waffenruhe im Wanken

In der Ostukraine wird weitergeschossen. OSZE verschleiert Verantwortung

Reinhard Lauterbach, Poznan

Der offiziell in der Nacht zum Freitag in Kraft getretene Waffenstillstand im Donbass wird allenfalls teilweise eingehalten. Aus den Mitteilungen beider Seiten kristallisiert sich heraus, dass immerhin weniger geschossen wird als in den zurückliegenden Wochen. Interessant sind die Nuancen. So meldete der Stab der ukrainischen Armee für den östlichen Frontabschnitt »keine Waffenstillstandsverletzungen durch die illegalen Kämpfer« der selbsternannten »Volksrepublik Lugansk« (VRL) , die Behörden der VRL am Sonntag morgen jedoch sechs Fälle von Beschuss durch die Ukraine. Das lässt die Meldung aus Lugansk ebenso plausibel erscheinen wie die Aussage, die Truppen der Volksrepubliken seien angewiesen, nur zur Selbstverteidigung zu schießen.

Auch die regelmäßigen Berichte der Organisation für Sicherheit und Zusammenheit in Europa (OSZE) über den Verlauf der Auseinandersetzung sind zwischen den Zeilen zu lesen, um eine Ahnung davon zu bekommen, wer zumindest fü...

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