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26.08.2017 / Feuilleton / Seite 11

Sie senkt den Blick

Colson Whitehead erzählt in »Underground Railroad« ­hyperrealistisch von den Schrecken der Sklaverei

Carsten Otte

Wenn man sich die Lebensgeschichte des 1969 in New York geborenen Schriftstellers Colson Whitehead anschaut, dann mag man kaum glauben, dass eine solche Karriere in den Vereinigten Staaten noch wenige Jahrzehnte zuvor nicht möglich gewesen wäre. Er wuchs in Manhattan in einer Familie der oberen Mittelschicht auf, besuchte die renommierte Trinity School und studierte anschließend in Harvard, er schrieb für die New York Times und lehrte an den besten Universitäten der USA: Unter anderem in Princeton, Columbia und Richmond. Sechs Romane hat er bislang veröffentlicht und dafür zahlreiche Preise erhalten. Im vergangenen Jahr ist sein Roman »Underground Railroad« mit dem Pulitzer Prize for Fiction und mit dem National Book Award ausgezeichnet worden.

Der Roman, der nun von Nikolaus Stingl ins Deutsche übertragen worden ist, betreibt zunächst einmal historische Aufklärung, indem er an ein geheimes Netzwerk erinnert, mit dessen Hilfe Sklaven noch vor dem amerikan...

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