24.08.2017 / Medien / Seite 15

Im medialen Schützengraben

Jetzt gegen Maduro: Die Taz hat einen Riecher für Umstürze. Schon beim »Maidan« war man in der Rudi-Dutschke-Straße glatt aus dem Häuschen

Volker Hermsdorf

Die einst als alternativ geltende Tageszeitung (Taz) beweist seit Jahren einen guten Riecher für Zeitpunkt und Ort prowestlicher Staatsstreiche, Interventionen und Kriegseinsätze. Am 11. August veröffentlichte das Blatt auf der Titelseite ein großes Foto des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro mit der Schlagzeile: »Nieder die internationale Solidarität!« Es war vermutlich Zufall, dass US-Präsident Donald Trump am Abend desselben Tages, also nur etwas später, Venezuela mit einer »militärischen Option« drohte. Doch wie schon früher war das Gespür der Taz erstaunlich.

Auslandsredakteur Bernd Pickert hatte bereits am Vortag die »fatale und oft vollkommen kritiklose Solidarität« vieler Linker mit der »abgewirtschafteten« Regierung in Venezuela beklagt. Die Krise des Landes sei hausgemacht und habe weder etwas mit »ausländischen Interventionsversuchen« zu tun noch mit einem »Wirtschaftskrieg«, erklärte er. Das schreiben Frankfurter Allgemeine Zeitung (FA...

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