23.08.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Fiskalischer Zündstoff

Indiens Steuerreform soll alles einfacher, gerechter und transparenter machen. Eine erste Zwischenbilanz zeigt: Das kann dauern

Thomas Berger

Knapp zwei Monate sind vergangen, seit in Indien am 1. Juli die größte Steuerreform seit der Unabhängigkeit vor 70 Jahren in Kraft getreten ist. Die erste Zwischenbilanz fällt aber noch ernüchternd aus. Die Regierung unter Premierminister Narendra Modi von der hindunationalistischen Bharatiya Janata Party (Indische Volkspartei, BJP) erhofft sich von dem Schritt mehr Effektivität, mehr Investitionen und eine weitere Ankurbelung der Wirtschaft. Nach Berechnungen der amtlichen Statistiker wuchs diese im Vorjahr um sieben Prozent, zwei zusätzliche Prozentpunkte soll die Reform bringen, wie Modi und sein Finanzminister Arun Jaitley wiederholt unterstrichen haben. Dafür sind die Steuergrenzen zwischen 29 Unionsstaaten und sieben Unionsterritorien weggefallen (oder der Abbau läuft gerade). Doch es gibt viele Fragezeichen. Von »Ein Land, eine Steuer«, wie es die Modi-Getreuen als Motto propagieren, ist Indien noch ein großes Stück entfernt.

»Komplexes« System

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