19.08.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Chaos durch Rastatt-Delle

Bei Tunnelarbeiten senkt sich das Gleisbett einer vielbefahrenen Nord-Süd-Strecke. Die Bahn reagiert hilflos

Katrin Küfer

Nichts geht mehr. Eine Woche nach der überraschenden Sperrung der Rheintalstrecke zwischen Karlsruhe und Basel ist noch kein Ende abzusehen. Bei Tunnelbauarbeiten unter der der für den europaweiten Eisenbahnverkehr äußerst wichtigen Nord-Süd-Verbindung im badischen Rastatt hatten sich die Gleise abgesenkt. Der Fall dürfte als bisher folgenreichster Rückschlag für das bundesdeutsche Eisenbahnwesen in die Geschichte eingehen. Und es zeigt offenbar mehr Wirkung als alle Bahnstreiks der vergangenen Jahre zusammen. Das spricht Bände über den Zustand der Verkehrsinfrastruktur und wirft viele Fragen auf.

Während Fahrgäste zur Bewältigung der 20 Kilometer zwischen Rastatt und Baden-Baden auf Busse umsteigen können und dadurch vielleicht eine Stunde später am Ziel sind, bereitet die Streckensperrung vor allem den Güterbahnen, dem Handel und der Industrie Kopfzerbrechen. So warnen Logistiker und Unternehmensverbände bereits vor Lieferengpässen bei Arzneimitteln, Le...

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