18.08.2017 / Ausland / Seite 7

Lukrative Familienbande

In Sri Lanka droht Angehörigen von Expräsident Rajapaksa nach Korruptionsvorwürfen Gefängnis

Thomas Berger

Im Januar 2015 stimmten die Einwohner Sri Lankas bei der Präsidentenwahl mehrheitlich für den Oppositionskandidaten Maithripala Sirisena und sorgten damit für die Entmachtung des langjährigen und zuletzt zunehmend autoritären Staats­chefs Mahinda Rajapaksa. Ein halbes Jahr später folgten vorgezogene Parlamentswahlen, die der von Premier Ranil Wickremesinghe angeführten Regierungsallianz eine solide Mehrheit bescherten.

Der seinerzeit eingeleitete Reformprozess ist inzwischen aber ins Stocken geraten. Besonders groß ist die Enttäuschung vieler Bürger über den nach wie vor zögerlichen Kampf gegen die Korruption. Nun jedoch hat das Kabinett die Einrichtung zusätzlicher Obergerichte angekündigt, um die Machenschaften der Administration Rajapaksa aufzuarbeiten.

Dem früheren Präsidenten loyale Kräfte in den Behörden treten dabei offenkundig bewusst auf die Bremse. Sie hoffen, dass der einstige starke Mann bei den nächsten Wahlen ein Comeback schaffen könnte. De...

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